EPITOME OF FRAIL- dieser Bandname gibt einem erstmal Rätsel auf. Wie man ihn auch deutet- dahinter stecken fünf spielwütige Schwaben, die mit „Society“ ihr seit Bandgründung im Jahr 2001 viertes Album vorlegen. Ein klassisch-schönes Intro aus der Feder von Olafur Arnalds, der auch schon für HEAVEN SHALL BURN geschrieben hat, ein kräftiger Schrei, und ab geht’s in die Vollen.
Das heißt hier: Midtempo-Deathmetal mit groovigen MetalCore-Passagen, knüppelnden und gelegentlich melodischen Parts. Der abwechslungsreiche Gesang fällt dabei gleich auf, es geht stimmgewaltig hin und her zwischen Krächzen, Schreien, Growlen in verschiedenen Tonlagen- eine starke Mischung.
Insgesamt läuft „Society“ durch als eine gut hörbare, genretypische Scheibe mit gewissem Knalleffekt- mehr aber auch (noch) nicht. Stark sind die fetten, stampfenden Parts, das Tempo mal anzuziehen steht ihnen auch gut zu Gesicht. Die melodischen Gitarrenparts klingen aber oft „draufarrangiert“, so als wüßten sie noch nicht so richtig wohin damit. Und während das Intro Klasse hat, fällt das Zwischenspiel „Indiction“ völlig aus dem Rahmen, und würde eher irgendwo im Elektrobereich Sinn machen. Warum sich auf einem eh nur 26 Minuten-kurzen Album so etwas finden muss, weiß ich nicht. Doch lieber warten, bis man noch ein paar richtig gute Stücke zusammenhat? Manches klingt gerade in der zweiten Albumhälfte auch eher simpel aneinandergereiht und schon oft gehört, für einen richtigen Wiedererkennungseffekt fehlt hier (bis auf die phantastischen Vocals von Pierre Mochar) einfach noch ein bisschen was. Die Stimme allein macht es halt noch nicht.
Ein Highlight ist zum Schluss noch der Titelsong „Society“, an dem sich EPITOME OF FRAIL was das Songwriting betrifft ruhig weiter orientieren sollten.
Wenn sich die anderen Songs damit messen könnten, würde es hier deutlich mehr Punkte regnen. So bleib ich insgesamt bei 5,5 stehen, in Zukunft geht da aber sicher noch mehr!
Genrefans mit offenem Ohr für Metalcore-Einflüsse sollten hier auf jeden Fall mal reinhören.
Anspieltips: „Society“, „Love´s Long Dead“, „This Is Not Humanity“
Tracklist:
Lineup:
1. Intro
2. This Is Not Humanity
3. Love´s Long Dead
4. Father
5. Indiction
6. No Answer
7. Desire Of A Cursed Soul
8. Buried Memories
9. Society
5.5 Punkte von IlonA (am 30.05.2012)
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musikalischer Background des Verfassers Gothic-, Death-, Doommetal, Rock´n´Roll, 70s...und was mich sonst bewegt von J.S. Bach bis Blackmetal.
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