The Ordeal (Deutschland) "Descent From Hell" CD
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Manchmal sind die Geschichten, die sich um eine Band ragen, so spannend, dass der Genuss der CD erst mal in den Hintergrund rückt. So auch im Fall von „The Ordeal“ - einer Band aus Hannover. Bei den Aufnahmen zu ihrem zweiten Album bekommt das Quintett die Chance nach China zu fliegen und dort Gigs auf dem Guangzhou 430-Festival und dem Midi-Festival in Beijing zu spielen. Wobei das seit 1997 jährlich stattfindende Midi Modern Music Festival in Peking als das größte Festival der Volksrepublik gilt. Keine schlechte Gelegenheit, um als eine der ganz wenigen ausländischen Bands auf diesen Veranstaltungen den traditionellen Metal nach China zu bringen. Zumal die Speerspitze des sich endlich ausbreitenden chinesischen Metals - zumindest aus meiner Sicht - eher durch extreme Bands wie Ritual Day, Fearless oder die rauen Folker The Samans bestimmt wird und klassischer Metal wie von beispielsweise Overload unterrepräsentiert ist. Zu der Reise gab es auch eine exklusive Special-China-Edition des zweiten Albums im Cardboard-Sleeve. Genau die liegt mir jetzt vor. Die Chancen in der Volksrepublik eine große Band zu werden sind natürlich deutlich größer als auf einem vollen europäischen Markt, auf den Tag für Tag reihenweise neue Alben geworfen werden und es eine Band selbst bei nachgewiesener Qualität nicht ohne eine gehörige Portion Glück schaffen kann. Ich würde es „The Ordeal“ ausdrücklich wünschen, denn mir gefallen die Melodien der Norddeutschen und der abwechslungsreiche Gesang von Oliver Oppermann wirklich gut. Flotte, knackige Nummer wie „Descent From Hell“, „Black Rain“ oder „The Innocent“, der progressive Stampfer „Second Sun“, der groovige Rocker „Dance With The Devil“, das wütende „CyberCross“ oder die tolle Ballade „Dragon Tears“ gehen mir seit dem ersten Hören nicht mehr aus den Ohren und machen immer wieder Spaß, klingen unverbraucht und echt. Sollte „The Ordeal“ ein ganzes Album mit Songs dieser Güteklasse gelingen, dann dürfte aber auch in Europa noch Einiges möglich sein. Schade, dass dieses Niveau nicht bis zum Ende hin aufrecht gehalten werden konnte.
| Tracklist: |
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Lineup: |
1. Descent From Hell 4:45
2. Black Rain 4:50
3. Dragon Tears 5:46
4. Here Comes The Flood 5:58
5. CyberCross 4:52
6. Second Sun 7:28
7. The Innocent 5:24
8. Dance With The Devil 4:48
9. Letter Of Time 6:06
10. Sinner's Addiction 3:54
11. Hellsgate 6:27
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6.5 Punkte von LEX (am 30.05.2012)
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musikalischer Background des Verfassers True-und Power-Metal, Viking/Pagan/Folk-Metal, Osteuropa und Exoten in jeglicher Form, Genreübergreifendes, auch mal Thrash oder Death und Black in melodischer Ausprägung sowie ein wenig Gothic und Punk.
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