Gewohnter Blues-Rock der Extraklasse!
Ja, dies hat man bei einem wie Joe Bonamassa zu erwarten und ja, auch bei „Driving Towards The Daylight“ wird man nicht enttäuscht! Joe, samt seinen Kollegen (u.a. Brad Whitford (Aerosmith) und natürlich seinem langjährigen („Kumpel“) Produzenten/Mitstreiter Kevin Shirley), ist diesmal wichtig gewesen, zurück zum Gewohnten zu gelangen. Soll heißen, was mit „You & Me“ (2006) gestartet worden ist, soll nun anno 2012 fortgeführt werden, u.a. in dem Blues-Studio von damals und zwar in Las Vegas.
-> JA, hier steht der Blues an allererster Stelle!
Den Anfang macht das bluesige Stück „Dislocated Boy“, welches mit einer Hammond-Orgel eröffnet wird. Coolness und Perfektion zugleich. Ein wirklicher gelungener Anfang. Der Song eignet sich auch sehr als Opener einer Liveshow. Danach folgt auch schon das erste Coverstück mit „Stones In My Passway“. Und man sollte an dieser Stelle erwähnen, dass es einen nicht überrascht, dass lediglich vier von insgesamt elf Tracks aus der Feder von Joe stammen. Schließlich ist das hier das siebte Werk seit 2009 (seine Projekte mit Black Conutry Communion und Beth Hart als auch DVD-Aufnahmen mit einbezogen und na ja, die etlichen dazugehörenden Tourneen seien auch nicht vergessen).
Das Hauptaugenmerk und gleichzeitig vielleicht sogar mit der beste Song der Scheibe bildet der Titeltrack selbst. Eingängig und einfühlsam zugleich. Welch ein wundervoller Song, der langsam mit einem Klavier anfängt, bevor es dann im Reffrain richtig rockig wird, um dann wiederum zum balladesken zurückzukehren. (Videoclip unter: http://www.youtube.com/watch?v=wTG-bCMG05E&feature=plcp).
Es folgen zahlreiche gelungene Coversongs von u.a. Tom Waits, Willie Dixon als auch ein gemeinsames Stück mit/von Jimmy Barnes, die sicherlich keineswegs enttäuschen. Aber man muss zugeben, dass das Album (zumindest nach den ersten Durchgängen) im letzten Teil -auf besondere Höhepunkte- einen warten lässt. Dies jedoch nur verglichen daran, was einen bei z.B. dem Vorgänger „Dust Bowl“ um die Ohren gehauen worden ist. Die 2011-Stücke wie „Heartbreaker“, „No Love On The Street“ oder das unerreichte Meisterstück „Prisoner“, die eben nach dem sehr gelungenen Anfang mit „Slow Train“ und „Dust Bowl“ eben für das gewisse Etwas gesorgt haben. Aber nun, man weiß ja, dass man oft einige Durchgänge mehr braucht, um noch mehr zu finden, was in den Songs verborgen list.
Ja, ich gebe zu, ich hänge noch immer sehr an dem Vorgängerwerk „Dust Bowl“ und betrachte weiterhin „Black Rock“ als auch „The Ballad Of John Henry“ auf den ersten Plätzen meiner Blues-Rock-Faves der letzten Jahre. Aber, diese Tatsache beweist einmal mehr, dass das neue Werk auch erstmal zeitlos wirkt bzw. auch mit der Zeit „wachsen“ wird/kann.
Was ich jedoch gern noch hinzufügen möchte: es wäre vielleicht auch doch mal an der Zeit, dass Joe sich etwas mehr Zeit mit einem Nachfolger gegönnt hätte. Zumal vielleicht dann auch deutlich mehr eigene Stücke auf dem Album vertreten wären. Nichts desto trotz, „Driving Towards The Daylight“ spielt definitiv in der höchsten Liga der Vorgängerwerke mit und präsentiert coole Blues-Rock-Songs, die sich live sehr gut eignen als auch im Radio gespielt werden könnten, wenn nicht sogar müssten.
Info am Rande:
Die CD erscheint, wie bei den Vorgängeralben als coole limitierte Erstauflage im Digibook mit einem 72 Seiten starken Booklet!
Tracklist:
Lineup:
01. Dislocated Boy
02. Stones In My Passway
03. Driving Towards The Daylight
04. Who's Been Talking
05. I Got All You Need
06. A Place In My Heart
07. Lonely Town Lonely Street
08. Heavenly Soul
09. New Coat Of Paint
10. Somewhere Trouble Don't Go
11. Too Much Ain't Enough Love (w/ Jimmy Barnes)
8.5 Punkte von Arturek (am 15.05.2012)
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musikalischer Background des Verfassers ...sehr viel
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