…es sind schon drei Jahre seit dem coolen Album „The High End Of Low“ vergangen, welches u.a. das Oberhammerstück „We´re From America“ bot?! Älter geworden ist der Herr Brain Warner aka Marilyn Manson, aber ruhiger, nicht wirklich! Und das ist auch gut so.
Auch wenn er in letzter Zeit nur einige Aufwärmshows (u.a. Echo, oder eine Show mit Johnny Depp in L.A.) zwecks Pressearbeit betrieben hat und dabei lediglich seine Klassiker bzw. gar nur Coverversionen zum Besten gegeben hat, so muss man beim neuen Werk feststellen, Marilyn Manson will es noch mal wissen. Er setzt deutlich mehr auf Samples, Synthie-Klänge als allein fette Gitarren und puren Rock.
Mit „Born Villain“ besinnt er sich auf die knallharten Samples, die man seit Beginn seiner Karriere kennt und bringt sie deutlich mehr in den Vordergrund. Und auch wenn es für meinen Geschmack eher zu viel des Guten ist, so muss ich zugeben, dass die Songs auf ihre Art trotzdem wirken (u.a. mit „Pistol Whipped“, „Disengaged“, „Flowers Of Evil“ oder „Overneath The Path Of Misery”). „Children of Cain“ ist auch so ein schönes Beispiel. Kommt anfangs wie ein Technotrack rüber, doch sobald die schleppend-düstere Aura beginnt, ist man doch wieder gefangen. Doch nichts desto trotz, erzielen sie nur einzeln ihre Wirkung. Beschäftigt man sich mit dem gesamten Album immer und immer wieder, so findet man doch mit der Zeit hier und dort, wie einigen Stellen an einem Vorbeziehen und eben langweilig wirken. Dies trifft jedoch nicht für Songs zu, die nun als Anspieltipps nennen möchte, wie: „Slo – Mo –Tion”, „Lay Down Your Goddamn Arms“ als auch den Titeltrack, bei dem etwas stonerlastiges mit verwurzelt worden ist. Des Weiteren sorgt ein Industrial-Kracher wie „Murderers Are Getting Prettier Every Day“ für Ministry-Anleihen und gewisse balladeske Momente werden bei bei „Breaking The Same Old Ground“ verwirklicht. Alles im Allem eine bunte Mischung aus vielen Facetten eines Marilyn Manson. M.M. macht das was er will und das was in den Medien wirken wird; schön, wenn man diese Freiheiten so ausleben kann. Das heißt, wo Marilyn Manson draufsteht, bekommt man auch einen M.M. Dies wird mit Sicherheit vielen Fans gefallen, auch wenn es für meine Begriffe diesmal doch etwas zu viel Synth-Anteile geworden sind. Was dabei positiv zu werten wäre, es muss kein Track zusätzlich als Remix auf das Album gepackt werden.
Info am Rande aus meiner Sicht:
Neben der ersten Singleauskopplung „No Reflection“, die sicherlich wenig überraschend wirkt, warum es die erste Single geworden ist, werden sicherlich Songs wie der Opener „Hey, Cruel World“ als auch „Slo-Mo-Tion“ und der Bonustrack „You´re So Vain“ für Singles herhalten (müssen). Auch Live dürften diese Tracks für den gewissen Effekt sorgen.
- zusätzlicher Hinweis zur erworbenen Version des Albums (fader Beigeschmack):
Traurig ist die Tatsache, dass die Digi-CD kein Booklet enthält und auch nicht wirklich vielfältiges Coverartwork. Es gibt lediglich zwei Coverfotos (Front und innen) und nichts weiter. Und dann gibt es auch noch die Frechheit mit dem Hinweis auf die Texte und zwar: "Lyrics at bornvillain.com". - Sorry, aber das spotet jeder Beschreibung für all diejenigen, die sich ein Album "nicht digital" zulegen und dafür auch noch den üblichen Preis um die 13 bis 18 Euro hinlegen. Echt schade, unabhängig von der Qualität der Musik und davon, dass der Markt wirklich deutlich mehr auf digital erworbene Musik setzt als Vinyl, CD usw.
Tracklist:
Lineup:
01. Hey, Cruel World
02. No Reflection
03. Pistol Whipped
04. Overneath The Path Of Misery
05. Slo – Mo -Tion
06. The Gardener
07. The Flowers Of Evil
08. Children Of Cain
09. Disengaged
10. Lay Down Your Goddamn Arms
11. Murderers Are Getting Prettier Every Day
12. Born Villain
13. Breaking The Same Old Ground
14. You´re So Vain (Bonustrack)
6.5 Punkte von Arturek (am 03.05.2012)
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musikalischer Background des Verfassers ...sehr viel
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