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 Judas Priest (Großbritannien) "Angel Of Retribution" CD

Judas Priest - Angel Of Retribution CD  
So bewertet Metalglory
Grundbewertung des Werkes:
Sehr Gut!
 
Kaufwertung für Euch:
Kaufempfehlung!


Label: Sony Music  (119 verwandte Reviews)
Veröffentlichung: 2005   (1096 verwandte Reviews)
Spieldauer: 52:38
Musikstil: Heavy/Power Metal   (1612 verwandte Reviews)
Musikbeschreibung:
Homepage: http://www.judaspriest.com
 Leserwertung
9.11 von 10 Punkten
bei 9 Stimmen
 

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Weitere Infos zu Judas Priest:
REVIEWS:
Judas Priest Rising In The East
Judas Priest Angel Of Retribution
Judas Priest Nostradamus
Judas Priest Single Cuts
Judas Priest Screaming For Vengeance 30th Anniversary
INTERVIEWS:
Judas Priest - Von Wegen Letzte Tournee!
Mehr über Judas Priest in der Metalopedia
Diskussion zum Review
im Forum

Review

Priest is back! Und wie! Kaum ein Album habe ich jemals so sehnsüchtig und ängstlich erwartet wie dieses. Angel Of Retribution ist ein absoluter Oberhammer geworden! Der zurückgekehrte Rob Halford singt wie ein junger Gott, und er stellt seinen Platzhalter Ripper Owens meilenweit in den Schatten. Es gibt nur einen wahren Frontmann für Priest, und das ist für immer und ewig Rob Halford.

Musikalisch bietet Priest auf der neuen CD zwar wenig neues, dafür aber vieles sehr gutes altbewährtes. Gleich der supergeile Opener Judas Rising hätte locker auch auf der Painkiller glänzen können. Es dominieren fette Riffs und Doublebass Attacken; immer schön moschkompatibel. In dieselbe Kerbe schlagen auch Demonizer und Hellrider, wobei letzteres mein Anspieltipp für den geneigten Hörer wäre. Song Nummer drei, Revolution, ist ein v.a. durch die Rhythmik eher ungewöhnlicher Song, der Traditionalisten am ehesten Probleme bereiten könnte. Neben den fetten Powermetal Songs gibt es lockere Heavy Rocker, die zum Motoradtreffen und zum Highwaycruisen einladen. Der Sound wurde dabei von Producer Roy Z schön in Szene gesetzt und läßt nichts zu wünschen übrig. Des Altmeisters Stimme fliegt nur noch selten extrem durch die höchsten Sphären der Kopfstimme, doch an Charisma und Abwechslung sucht sie weiter vergeblich ihres gleichen. Das Album trieft nur so von Klischees, und das ist gut, das ist authentisch. Mit den letzten vier Liedern setzen Tipton, Downing & Co sich dann ein eigenes Denkmal: Angel, besagter Hellrider, Eulogy und Lochness gehören zum stärksten, was die Jungs je kreiert haben. Angel ist eine traumhaft schöne Halbballade, Hellrider ein Powermetal Kracher aller erster Güte, der mir tagelang überhaupt nicht mehr aus dem Kopf gehen wollte. Eulogy ist dann die extrem ruhig, monotone Einleitung für den finalen Höhepunkt des Albums: Lochness, ein 13:29 Minuten langer Epischer Wahnsinn, der an düsterer Atmosphäre nicht überboten werden kann. Die Erhabenheit des Chorus geht direkt auf die Tränendrüse. So etwas Schönes habe ich seit Ewigkeiten nicht mehr gehört. Achtet nur mal auf Robs geile Backgroundvocals! Nah am Kitsch, direkt im Himmel. Angel Of Retribution bekommt von mir fette 8,5 Punkte.

Warum nur 8,5 Punkte?

Beim Thema Judas Priest drängen sich immer wieder die Vergleiche mit Iron Maiden auf. Die zwei größten und wichtigsten Bands des klassischen Metals, beide verloren ihre absolut markanten Sänger-Divas. Beide Bands produzierten je zwei Alben mit neuen Sängern , die von den alten Fans sehr zwiespältig aufgenommen wurden. Die Hoffnung auf Wiedervereinigungen der Gruppen lag bei Null, denn die verlorenen Söhne, Bruce Dickinson und Rob Halford, emanzipierten sich vom Metal, wollten beide mit der Szene nichts mehr zu tun haben. Die große Ära von Judas Priest und Iron Maiden schien für immer vorbei zu sein. Doch dann meldeten sich plötzlich erst Dickinson und später Halford beide mit megastarken Solo-Metalscheiben in der Szene zurück, und beide nahmen ihre Platten in enger Zusammenarbeit mit Roy Z auf, was in einem Duett von Dickinson und Halford gipfelte. Danach war es nur noch eine Frage der Zeit, bis es zu den vielerhofften Reunions kam. Maiden brachte erst die starke Brave New World heraus und danach die endgeile Dance Of Death, die auf einer Augenhöhe mit den ganz großen Klassikern der Band steht. Angel Of Retribution ist in seiner Wertigkeit absolut vergleichbar mit Brave New World. Wenn Priest mit dem nächsten Album noch einen draufsetzen kann, geht's endgültig in den Himmel, und ich werde sogar mehr als neun Punkte zücken.

Die Band

Rob Halford - Gesang
Glenn Tipton - Gitarre
K.K. Downing - Gitarre
Ian Hill - Bass
Scott Travis - Schlagzeug

Tracklist

1. Judas Rising 4:13
2. Deal With The Devil 3:54
3. Revolution 4:42
4. Worth Fighting For 4:18
5. Demonizer 4:37
6. Wheels of Fire 3:46
7. Angel 4:24
8. Hellrider 6:23
9. Eulogy 2:52
10. Lochness 13:29


Limited Edition

Diesmal ist sogar limited drin, wo limited draufsteht. Bundesrepublikweit sind es angeblich nur 1.000 oder 2.000 Exemplare. Und das Anschaffen lohnt sich. Es handelt sich um eine schöne Digi-CD mit Bonus DVD. Auf der DVD befinden sich sehenswerte Liveaufnahmen von der letztjährigen "Reunited Tour" (man war das GEIL) aus Spanien im DTS Sound, sowie ein ca. 40minütiger Making Of Film, über das neue Album.

Livetracks von

- Breaking The Law
- Metal Gods
- A Touch Of Evil
- Hell Bent For Leather
- The Hellion/Electric Eye
- Diamonds & Rust
- Living After Midnight


Hoffentlich hält der Priest bald wieder Gottesdienst - alle sündigen Jünger werden kommen!!!



 
8.5 Punkte von chicken (am 16.03.2005)
 
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musikalischer Background des Verfassers
Hauptsächlich Metal und 60er/70er Jahre Rock. Daneben alles Mögliche (z.B. EBM, Soundtracks, Folk, diversen Jazz Kram & Krautrock) und manches Unmögliche (z.B. Aqua, Madonna, Torfrock, Björk & Doris Day).
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[ Seit dem 16.03.05 wurde der Artikel 5588 mal gelesen ]
 
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