Longed For Fusion (Deutschland) "We'll never decay" CD
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Die Neubrandenburger Longed For Fusion schicken ihrem nächsten Demo im Langeisenformat eine EP voraus. Mit nicht einmal zwanzig Minuten ist die schön kurz geraten. Eigentlich völlig ausreichend für eine Eigenproduktion. Geboten wird gotischer Power Metal mit vornehmlich weiblichem Gesang. Nightwish liegen da als Referenz schnell auf der Zunge, zumal auch Longed For Fusion keyboardtechnisch zeigefreudig sind. Allerdings spielen sie härter als die Finnen und nutzen die Tasten eher als Füllmittel denn als eigenständiges Instrument. Darüber thront sattes Metal Riffing, und Drummer Christian langt ebenfalls ordentlich hin. Der Gesang von Jenny ist mir für eine Metal Band zu seicht. Stimmlich klingt sie wie eine typische Gothic Front Elfe. Wer so etwas mag, dem wird auch Jenny gefallen, denn singen kann sie, auch wenn man ihrer Stimme zum Beispiel in „Gayas Eyes“ die Jugend noch deutlich anhört. Gitarrist Martin mischt sich im Gesang ab und zu ein und versucht so etwas wie den harten Gegenpart darzustellen. Allerdings setzen Longed For Fusion nicht schwerpunktmäßig auf einen Wechselgesang, wie es zum Beispiel Lacuna Coil tun. In den Songs auf „We’ll Never Decay“ übernimmt einer der beiden meist den Hauptteil. Martin klingt dabei besser als so mancher Hauptfrontmann, der bei uns mit seiner Underground Band vorstellig wird. Die Arbeit an den Gitarren, dem Bass und den Drums ist makellos. Die Songs sind interessant und anspruchsvoll instrumentiert. Insbesondere in das Riffing und die Rhythmusarbeit wurde viel Mühe investiert. Kann sich beides mehr als hören lassen. An den Melodien kann man sicher noch feilen.
Die Songs funktionieren insgesamt sehr gut. Lediglich bei „Devils Ride“ schießen Longed For Fusion etwas über das Ziel hinaus. Hier wird meines Erachtens zu viel geschachtelt. Die Nummer verliert den Flow und kommt nicht auf den Punkt. Ganz anders der Titelsongs, den hauptsächlich Martin Schulz singt. Hier gefällt mir sogar seine klare Stimme, mit der er locker in jeder Gothic Rock Band mitmischen könnte. Meistens verlässt er sich aber auf sein ebenfalls hörenswertes raues Metal Timbre. Der mitreißende Song ist jedenfalls das Highlight dieser EP. Aber damit kein falscher Eindruck entsteht, wenn ich hier mehr über den männlichen Gesang schreibe: Auch die Stücke, in denen Jennys Stimme dominiert, kommen gut. Jenny ist lediglich einfacher zu kategorisieren.
Das Gesamtwerk ist ein rundum gelungenes Demo. Wenn die Band am Ball bleibt, kann sie sich in zwei bis drei Jahren an wirklich große Aufgaben wagen. Auf die nächste große Eigenproduktion bin ich jedenfalls schon gespannt.
| Tracklist: |
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Lineup: |
Dreamers Reality
We´ll never decay
Gayas Eyes
Devil´s Ride
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7.5 Punkte von Christian (am 19.04.2009)
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musikalischer Background des Verfassers Maiden, Epic Viking Metal, Doom Metal, True Metal, Heavy Metal, Power Metal, Old School US Metal, 80ies Thrash
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