MENNEN zählen schon seit über zehn Jahren zu einer festen Institution im Hard Rock-Sektor, obwohl der ganz große Erfolg bislang ausgeblieben ist. Schuld daran könnte ihr extravaganter Stil sein, der sich so gar nicht in irgendwelche Schubladen stecken lässt, sondern vielmehr ständig neue Facetten dieser niederländischen Combo offenbart. Das letzte Album „Freakazoid“ liegt nun drei Jahre zurück und Joss Mennen (ehemaliger Sänger der 80er Hard Rocker Zinatra) hat seine Jungs wieder um sich geschart, um „Planet Black“ einzuspielen. Schickes Cover und stolze 13 Tracks versprechen zwar viel, leider kann man sich bei MENNEN da aber nie so sicher sein.
Los geht`s mit „Planet Black“, einem Opener, der leider schneller wieder vorbei ist, als man hören kann. Nur gute zweieinhalb Minuten servieren MENNEN diesen Appetizer, obwohl Riff und Chorus eigentlich Lust auf mehr machen. „Power to the Boone“ startet mit einem eingängigen, stampfenden Gitarren-Intro und entfaltet die eine oder andere geniale Melodieführung. „Solitary Man“ hätte man sich auch sparen können – ein eher unruhiger und strukturloser Song, der leider absolut austauschbar ist. „Feel Put Aside“ hebt die Ansprüche da wieder deutlich und brettert mit fettem Riffing und starken Vocals drauflos.
Unmöglich, hier jetzt alle weiteren Tracks im Einzelnen zu besprechen. Nur soviel: Im Großen und Ganzen liefern MENNEN starke Rocknummern ab, die eindeutig auf Härte und Melodie angelegt sind aber leider auch etwas zu viel experimentellen Charakter haben. Noch mehr Songs im Stil von „Mis(s)ter Father“, das der absolute Überflieger des Albums ist, hätten „Planet Black“ ganz gut getan. Dennoch entwickelt das Album nach mehreren Durchläufen erst die richtige Wirkung, und sollte deshalb auch unbedingt eine Chance von euch bekommen.
MENNEN markieren mit „Planet Black“ einen weiteren Meilenstein ihrer Karriere, und etablieren ihren melodisch-experimentellen Hard Rock. Abstriche muss ich leider bei einigen Songs wie z.B. „Time will tell“ machen, die mir etwas zu experimentell und anstrengend wirken. Derer gibt es leider auch mehrere auf „Planet Black“, so dass jeder selbst reinhören sollte, um sich mit dem Stil vertraut zu machen.
Fazit: Gut gemachter Modern Hard Rock mit kleinen Stolpersteinen.
Line Up
Joss Mennen - Gesang
Gino Rerimassie – Gitarre
Alex Jansen - Bass
Fon Janssen - Schlagzeug
Tracklist:
Lineup:
01. Planet Black
02. Can’t Get It Out Of My Head
03. Power To The Bone
04. Solitary Man
05. Feel Put Aside
06. On Fire
07. Green Elephants And Blue Clouds
08. Reason
09. Mister Father
10. Time Will Tell
11. Crash And Burn
12. Wait Another Day
13. Future Ahead
6.0 Punkte von Shylock (am 20.05.2008)
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musikalischer Background des Verfassers Melodic Metal, Melodic Rock, AOR, Sleaze-Glam, Progressive, Power Metal
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