Wer diesmal ein rein typisches M.M.-Album erwartet, der wird wohl etwas enttäuscht sein. Klar, man merkt zwar sofort, dass es sich hier um den Schockrocker Nr. 1 (der USA) handelt, aber diesmal besinnt sich der Herr auf altbewährtes und zwar den „rockigen“, alternativen (dreckigeren) Gitarrensound. „Man wird ja älter“ – würden wohl einige dazu sagen.
„Eat me, Drink me“ wirkt frisch und überaus sentimental. Es befinden sich sowohl balladeske als auch härtere, eben rockige Momente, die bisher noch nicht in diesem Maße bei M.M. zugegen waren. Natürlich hat er schon mal den Rock verkörpert, aber dann handelte es sich meist um einige ausgewählte Songs. Natürlich fehlen die Industrialanteile nicht völlig, aber dass diese derart in den Hintergrund geraten, hätten wohl die Wenigsten erwartet. Aber Hut ab, es passt hervorragend. Es macht deutlich mehr Spaß sich dem gesamten Werk zu widmen, als bloß einzeln ausgewählten Tracks. (Fast) Jeder Song steht für sich, ohne die eigene gewohnte Marke zu verlieren.
Ob nun wirklich ausschließlich seine private Lage ihn dazu bringt sich weniger mit Samples und dafür mit mehr Gitarren zu beschäftigen sei dahingestellt. Auf jeden Fall hat M.M. sich diesmal in den Texten die Seele aus dem Leib oder sollte ich hier sagen das Herz ausgeschüttet. Diese Tatsache(n) machen das Album noch interessanter und lassen erahnen, dass sich der Herr noch lange nicht ausgesprochen hat-
Ausgenommen von dieser durchweg eher positiven Meinung sei der Bonustrack „Heart-Shaped Glasses –Inhuman Remix by Jade E Pudget“. Die Techno-DJ-Remix Version der ersten Singleauskopplung kann nämlich ein wirklich cooles Album zu Nichte machen, sofern man diesen Song nicht sofort überspringen möchte. Was soll bloß dieser Mist, was haben sich die Macher der CD bloß dabei gedacht, dass nun Technofreaks das Album kaufen würden? Für meine Begriffe wurde das gesamte Werk dadurch nur verhunzt. Aber sei es drum, es gibt nämlich elf rockige und damit coole Songs, die dem gegenüber stehen.
Fazit: Ein wahrhaft geiles Stück purer Rockmusik anno 2007. Eingängig, mitreißend und mitfühlend; irgendwie spürt man die starke persönliche Note des Mr. Manson. Mit diesem rockigen Schachzug hätte ich nicht gerechnet. Wofür nun eine Scheidung, einige nicht so positive Ereignisse im Leben eines Superstars und die neue Flamme fähig sein können?!?
Tracklist:
Lineup:
1. If I Was Your Vampire
2. Putting Holes In Happiness
3. The Red Carpet Grave
4. They Said That Hell's Not Hot
5. Just A Car Crash Away
6. Heart-Shaped Glasses (When The Heart Guides The Hand)
7. Evidence
8. Are You The Rabbit?
9. Mutilation Is The Most Sincere Form Of Flattery
10. You And Me And The Devil Makes 3
11. Eat Me, Drink Me
12. Heart-Shaped Glasses (When The Heart Guides The Hand) Inhuman Remix by Jade E Pudget
7.0 Punkte von Arturek (am 02.07.2007)
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musikalischer Background des Verfassers ...sehr viel
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