Century Media haben sich einer recht neuen und frischen Band angenommen.
Wurde 2004 bereits das Album in Amerika über ein Idie-Lable veröffentlich, so kommen nun THE SHOWDOWN mit ihrem Debutalbum (das eigentlich schon 2 Jahre auf dem Buckel hat) ’A chorus of obliteration’ auch bei uns auf den Markt.
Beim ersten Blick auf das Infoblatt dachte ich mir, dass es sich aber wieder jemand sehr leicht gemacht hat mit der Stilbeschreibung; man nennt es im Hause CM einfach nur Metal.
Nach vielen Durchläufen musste ich dem aber zustimmen, denn THE SHOWDOWN
sind dermaßen vielseitig, dass man sie beileibe nicht nur einem Stil zuordnen kann.
Die fünf Recken aus Elizabethon/Tennessee ballern mit Power-/Neo Thrash-/Thrash-/Death Metal sowie Stoner Rock-Elementen, Black Sabbath- und Pantera Riffs um sich, verfeinern das Ganze noch mit einigen Hardcore-Einschüben und kräftigen Breakdowns.
Was im Moment nach einem heillosen Durcheinander klingt, ergibt unterm Strich – durch perfektes Beherrschen diverser Stile – ein mördermäßig fettes Metal-Album!
Die Jungs wissen definitiv was sie tun.
Die Elemente Power/Thrash/Death finden sich in fast allen Songs (z.B. in A proclamation of evil’s fate, Hell cant stop us now oder A monument encased in ash), die Vocals pendeln meist zwischen verständlichen Death-Growls und tiefen Hardcore-Shouts/Screams.
Von Zeit zu Zeit mischen sich auch zerbrechlich klingende cleane Vocals mit in die Songs und werden dann von den Hardcore-typischen Gangshouts bei den Refrains wieder zerfetzt.
Ein bißchen Pantera gibt es z.B. gleich beim Opener ’A monument encased in ash’ oder soll es lieber etwas Stoner Rock mit Black Sabbath-Riffs sein?
Dann gleich auf Track 6 ‚’Dagon undone (The reckoning)’, switchen.
Vielleicht Hardcore gefällig? Gemischt mit arschcoolem Rock’n’Roll, verfeinert mit Screams/Growls und ’ner Prise Power Metal? Dann würde ich ’Iscariot’ empfehlen.
Reine Death Metal-Genickbrecher gibt es natürlich auch, wie z.B. ’Your name is defeat’.
Was hier nach wüst durcheinander gewürfelten Stilrichtungen klingt, ist einfach nur saugeil und mit dem dazugehörigen Punch der Produktion knallt das Album ohne Ende.
Aber HALT, ein Schwachpunkt fällt mir dennoch ein. Es fehlen die wahren Highlights, die pregnanten Hooks, die wahre Klassiker und Evergreens zu genau denselbigen machen.
Für ein Debutalbum außerordentlich gut gelungen und da es eh schon 2 Jahre alt ist, lass ich mich mal vom nächsten Machwerk überraschen.
Hier sollten auf jeden Fall alle ein Ohr reinhängen, die nicht unbedingt DIE-HARD-welchen-Stil-auch-immer-Verfechter sind. Es lohnt sich!
Tracklist:
Lineup:
1. A Monument encased in ash
2. Hell can't stop us now
3. Epic: A chorus of obliteration
4. From the mouth of gath comes terror
5. A proclamation of evil's fate
6. Dagon undone (The reckoning)
7. Iscariot
8. Your name is defeat
9. Your name is victory
10. Laid to rest
11. Give us this day
musikalischer Background des Verfassers Death Metal (bevorzugt SwedenDeath), Thrash Metal, Stoner Rock, Power Metal, Hardcore, Doom Metal
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