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 Zao (USA) "The funeral of god" CD

Zao - The funeral of god CD  
So bewertet Metalglory
Grundbewertung des Werkes:
Sehr Gut!
 
Kaufwertung für Euch:
Kaufempfehlung!


Label: Roadrunner Records  (136 verwandte Reviews)
Veröffentlichung: 2004   (795 verwandte Reviews)
Spieldauer: 47:19
Musikstil: Diverse/Stilübergreifend   (742 verwandte Reviews)
Musikbeschreibung: Endzeit-Industrial Death/Thrash
Homepage: http://www.zaoonline.com
Weitere Links: http://www.roadrunnerrecords.de
 Leserwertung
8.67 von 10 Punkten
bei 3 Stimmen
 

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Weitere Infos zu Zao:
REVIEWS:
Zao The Funeral Of God
Zao The Fear Is What Keeps Us Here
Mehr über Zao in der Metalopedia
Diskussion zum Review
im Forum

Angenommen, Gott würde sich eines Tages angewidert von der Menschheit abwenden und einfach verschwinden. Was würde geschehen, wenn er, der das Schicksal der Welt in Händen hält, sich schlichtweg entschieden hätte, zu "sterben", "für immer zu schlafen", einfach nicht mehr „erreichbar“ zu sein?
Die Antwort auf diese Frage, um welche sich die Texte auf dem neuen Album „The funeral of god“ von Zao in Form eines Konzeptalbums drehen, ist ganz einfach - es würde eine extrem düstere Endzeitstimmung herrschen, wie Sie auf dem inzwischen sage und schreibe siebten Longplayer der Jungs aus Pennsylvania vorzufinden ist, die teilweise sogar an die bisher unübertroffene Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung herankommt, die Katatonia auf „Brave murder day“ verewigt haben.
Unterstützt von einer ziemlich sterilen und trockenen Produktion, gelingt es den Jungs, eine interessante musikalische Mischung zu generieren, die irgendwo im Dunstkreis von Bands wie Warpath, Neurosis, Voivod, Carcass und Katatonia zu finden ist, sich aber nur sehr schwer in eine bestimmte musikalische Richtung einordnen lässt, da die unterschiedlichsten Stilrichtungen wie Death/Trash Metal, Industrial und Hardcore zu einer äußerst eigenständigen Variation verschmelzen. Dabei schleppen sich die Songs größtenteils in einem relativ zähen Tempo dahin und überschreiten nur sehr selten die Mid-Tempo-Grenze.
Grundlage des Albums bilden furztrockene, groovig-stampfende Parts, welche immer wieder von grandiosen, eingängigen Melodien und teilweise ziemlich abgedrehten Ideen unterbrochen werden. Trotz des sehr abwechslungsreichen Songwritings wirken die Songs niemals aufgesetzt, stattdessen ist ein klarer Fluss zu erkennen.
Über diesen Songstrukturen zeichnet sich Dan Weyandt als äußerst charismatischer Sänger aus, der den Hörer mit einer gelungenen Mischung aus kreischenden, kehligen Growls, die ein wenig an Carcass erinnern, und cleanen, dabei phasenweise aber doch leicht-verzerrten klingenden Vocals zu beeindrucken weiß.
Als Anspieltips drängen sich das für Zao-Verhältnisse ziemlich treibende, in den Strophen ein wenig an eine trashige Motörhead-Variante erinnernde „The last revelation“, das phasenweise in die Richtung melodiöser Schweden-Death tendierende und sich damit von den doch recht groovigen restlichen Songs abhebende „The last song from zion“ sowie das etwas spacig-klingende, sich größtenteils in ruhigen Bahnen bewegende „In times gone past“
in den Vordergrund.
Einen würdigen Abschluß bildet das über 8-minütige dauernde „Psalm of the city of the dead“, welches Zao in einem symphonischen, bisher auf diesem Album noch nicht anzutreffenden Licht erscheinen lässt. Dabei schrecken die Jungs auch nicht vor dem Einsatz von Frauengesang und Piano zurück.

Hier noch einmal die bisher erschienenden Alben von Zao (ich muss zugeben, ich bin auch erst durch dieses Review auf die Jungs aufmerksam geworden und werde diese Band bestimmt im Auge behalten):

All else failed (1996)
Splinter shards the birth of seperation (1997)
Where blood and fire bring rest (1998)
Liberate te ex inferis (1999)
Self-titled (2001)
Parade of chaos (2002)

Eine Warnung sei zum Schluss noch angebracht. Bei dem Album handelt es sich um relativ schwere Kost, die einige Durchläufe braucht, um sich dem Hörer vollends zu erschließen und sich in die Gehörgänge zu fressen. Ich muss zugeben, dass ich beim ersten Durchlauf doch ein wenig enttäuscht von dem Album war (dazu trägt auch der auf den ersten Eindruck relativ monoton und langweilig wirkende Opener „Breath of the black muse“ bei), es mir inzwischen aber äußerst schwer fällt, dieses Silberscheibchen aus meinem CD-Player zu entfernen. Deshalb kann ich jedem, der auf anspruchsvollen, gefühlsbetonten (und trotzdem knallharten) Metal steht, nur raten, diesem Album eine Chance zu geben. Ihr werdet es nicht bereuen !!!

Line-up:
Dan Weyandt – Vocals
Scott Mellinger – Guitars and Vocals
Russ Codgell - Guitar
Shawn Koschik – Bass and String Arrangements
Steven Peck – Drums

Songs:
1. Breath of the black muse
2. The rising end
3. The last revelation
4. The last song from zion
5. Live … from the funeral of god
6. The lesser lights of heaven
7. In times gone past
8. Praise the war machine
9. Truly, truly, this is the end
10. I lay sleepless in my grave
11. Psalm of the city of the dead

 
8.5 Punkte von Nekrob (am 25.07.2004)
 
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