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Steel Panther Balls Out Tour 2012 in Hamburg, Docks am 16.03.2012

Am 16.März 2012 ist es wieder mal so weit: Hamburg wird von einer waschechten Sunset Strip Legende heimgesucht. Nachdem STEEL PANTHER bereits im letzten Jahr die Markthalle gerockt haben wurde war für die neuerliche Headliner Show der Amis diesmal das „Docks“ direkt auf dem Kiez das Anlaufziel, eine Location die wie geschaffen für die Stahlmiezen scheint.


Aber bevor die die Bühne entern durften gab es mit den britischen Hardrockern THE TREATMENT erstmal gefälligen Support in der Hardrockliga irgendwo zwischen Def Leppard und Thin Lizzy. Wie gesagt, gefälliger Hardrock der auch mal ordentlich Groove intus hat wurde von den Briten zelebriert. Die Besucher im Proppevollen Docks nahmen es erst mit Hanseatischer Zurückhaltung, dann mit ebensolcher Gelassenheit hin. Dabei mühten sich THE TREATMENT wirklich redlich und zockten ihren Gig sehr souverän auf die Bretter. Kein Wunder, waren die Jungspunde kürzlich noch als Support für niemand geringeren als Alice Cooper unterwegs. Auch wenn es letztlich nicht der große Anheizer war, man sollte die Jungs in der Zukunft auf jeden Fall im Hinterkopf behalten, denn Potenzial schlummert hier genug.


Nach einer wirklich moderaten Umbaupause beginnt die Stimmung dann aber an, über zu kochen. Denn das Intro “In the Future” erklingt und sofort sind sie da die Hamburger, STEEL PANTHER legen sich mit “Supersonic Sex Machine” gleich richtig ins Zeug und feuern den ersten Hit auf die Fans ab. Sichtlich gut gelaunt brennen STEEL PANTHER in der Folge ein Feuerwerk in Sachen Glam Metal ab! - Natürlich geht das auch an diesem Abend nicht ohne ihre üblichen Comedy Einlagen ab, die aber bei weitem nicht mehr ganz so plakativ und platt wirken wie noch im letzten Jahr, wenn gleich Gitarrist Satchel seinen deutschen Wortschatz bestehend aus dem Wort „Muschilecking“ in jeder Pause zum besten gibt. Derweil bewaffnet sich Bassist Lexxi Foxx am anderen Bühnenrand einmal mehr in bester Beauty Schlumpf Manier mit dem üblichem Strasssteinglitzerspiegel, Haarspray und Kajal, während Sänger Michael Star die holde Weiblichkeit zum Blankziehen animiert. Business as Usual könnte man meinen.

Aber kaum eine andere Band verkörpert und parodiert den Glam Rock derzeit so perfekt wie die selbst ernannte Strip Legende. Sänger Michael, ausstaffiert mit Sternchen Glitzerstretchhose, blauem Schal und zerfetztem Muscleshirt, Gitarrist Satchel im ebenso zerfetzten Darth Vader (!) Shirt und einer schwarzweißen Stretchhose über die noch irgendwie eine Sternchen Glitzerleggins gezwängt wurde sind ja schon ein Hingucker. Aber den Vogel schießt wie immer Obertunte Lexxi Foxx ab. In einer modisch unterirdischen Kombination aus Glitzer Leopardenpaillettenhose, pinken Arbeitsgerät, genau so pinken Schal und dem obligatorischen Muscle Shirt sieht der Mann aus als ob er an diesem Abend noch bei Alma Hoppes Lustspielhaus im Nachtprogramm auftreten will.


Aber zurück zur Musik: Etwas überraschend haben STTEL PANTHER an diesem Abend komplett auf Coversongs verzichtet, stattdessen gibt es einen bunten Best Of Mix. Und der wird vom Hamburger Publikum begeistert aufgenommen. ‘Tomorrow Night’, ‘Party All Day (Fuck All Night)’, ‘Eyes Of A Panther’ oder der Bandhit schlechthin ‘Death To All But Metal’ werden euphorisch abgefeiert. Da sitzt jeder Textzeile im Publikum perfekt. Selbst das Satchel Guitar Solo wird zum Triumphzug, denn der Mann kann
seiner Klampfe so ziemlich jedes Glam und Sleazer Notenzitat aus den Saiten würgen. Geil! Ach ja und zu guter letzt, bevor der Vorhang fällt, gibt es beim finalen Rausschmeißer ‘17 Girls In A Row’ dann noch gute alte St.Pauli Unterhaltung in Form von fünf tanzenden Damen die natürlich gerne der Aufforderung von Michael Starr nachkommen nicht nur Hüften sondern auch ihre Boobies kreisen lassen. Insgesamt ein würdiger Schlußpunkt unter eine STEEL PANTHER Show, die einmal mehr alles geboten hat was man von der Band erwartet.


Es war vielleicht nicht mehr ganz so ungezwungen und locker wie noch im letzten Jahr, aber trotzdem war es bis dato sicher ein absolutes Highlight der Konzertsaison. Wer diese coole Show zwischen Hardrock und parodierender Comedy verpasst hat, sollte sich schleunigst nach einer Möglichkeit umsehen dieses Versäumnis nachzuholen.

Setlist STEEL PANTHER:


Intro: In the Future
01. Supersonic Sex Machine
02. Tomorrow Night
03. Fat Girl (That She Blows)
04. Asian Hooker
05. Just Like Tiger Woods
06. Gold-Digging Whore
07. Guitar Solo
08. It Won’t Suck Itself
09. Community Property
10. Eyes of a Panther
11. Girl from Oklahoma
12. Party All Day (Fuck All Night)
13. Turn Out the Lights
14. Death to All but Metal
15. Eatin’ Ain’t Cheatin’
16. 17 Girls In A Row




geschrieben am 17.04.2012   von Blizzard
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