Hannover im März….genauer gesagt der 25.03.2009. An diesem doch recht kalten Abend macht die FULL OF HATE Tour halt in Hannover und mit dabei sind KEEP OF KALESSIN, LEGION OF THE DAMNED, OBITUARY und als Headliner AMON AMARTH. Von den Bands her also eine sehr lohneswerte Tour.
Pünktlich zum Beginn vom Opener KEEP OF KALESSIN stehen wir also im Capitol und staunen nicht schlecht: die Halle ist nicht mal zu einem Drittel gefüllt! Was wohl nicht daran liegen dürfte, dass es Mittwochabend ist und viele morgen wieder früh raus müssen. Aber die gesalzenen Ticket-Preise dürften wohl daran gelegen haben, dass der Opener kaum Zuschauer hatte und auch so nur 700 Leute (offizielle Zahl) an diesem Abend ins Capitol kamen. Allerdings konnte man bei den Preise fürs Merchandise nicht meckern: 15 Euro für ein Shirt ist Standard und völlig in Ordnung, bei anderen Touren zahlt man gut und gerne das Doppelte!
Nun zum Opener: Wie schon erwähnt war es leider recht leer vor der Bühne als KEEP OF KALESSIN ihren Black Metal in die „Menge“ pusten. Der Sound ist für einen Opener wirklich sehr gut geworden, differenziert und druckvoll. Musikalisch kann man der band definitiv nichts nachsagen: eine sehr brutale und doch abwechslungsreiche Black Death Mischung, die vor allem durch das gute Stageacting der Jungs live sehr gut rüberkommt. Die Band werde ich mir auf jeden Fall mal näher zu Gemüte führen.
Nach einer kurzen Umbaupause geht es mit den Thrash-„Shooting-Stars“ der letzten Jahre LEGION OF THE DAMNED weiter. Über den 45 Minuten langen Gig der Niederländer scheiden sich die Geister von Arthur und mir. Hier seine Meinung: „Einfach der Hammer. Thrash over Hannover! Diese Typen haben wohl Speed geschluckt. Reißen die Leute mit, hauen coole Tracks raus und sind einfach obercool auf der Bühne, aber eben nicht zu cool! Sound etwas dünn, aber trotzdem ging es in der Menge ab, deutlich mehr als bei KEEP OF KALESSIN.“
Ich sehe das etwas anders: Der Sound war nicht nur dünn, sondern meiner Meinung nach grottenschlecht! Vor allem die Drums waren einer Band und einem Konzert dieser Art nicht angemessen! Wenn man schon mehr als 40 Euro zahlt, dann will man auch einen vernünftigen Sound. Und wenn dann der Opener einen besseren Sound hat als die nachfolgende Band, ist da etwas schief gelaufen. Naja, jedenfalls war das Stageacting und die Setlist von LotD sehr viel besser als der Sound. Natürlich stand das neue Album „Cult Of The Dead“ im Vordergrund, aber auch „alte“ Gassenhauer haben nicht gefehlt.
Als nächstes folgten gute 50 Minuten Old School Death Metal. Die Groove Walze aus Florida kam angerollt!! Und was für eine Show wurde dem Fan geboten: die Menge kannte kein Halten mehr, es wurde gebangt, gemosht und gepogt! Man feierte OBITUARY als wären sie der wahre Headliner (was sie für mich auch ein bisschen waren). Es war ein geniales Best-Of-Konzert, was hier geboten wurde. Das Stageacting war wieder einmal perfekt und der Sound passte perfekt. Wenn OBITUARY diese Form halten können, kann sie keiner aufhalten. WAHNSINN! Auch wenn der Headliner noch folgen sollte, stand für mich schon fest, dass OBITUARY der Gewinner dieses Abends waren!
AMON AMARTH als Headliner versprechen viel und halten es auch! Die Bühne wurde so umgebaut, das die schwedischen Vikings verdammt viel Platz hatten, welchen sie auch bis auf den letzten Millimeter nutzten. Wenn man immer noch nicht weiss, warum diese Truppe so angesagt ist, sollte man sie sich mal live anschauen: professioneller und ehrlicher geht es fast gar nicht. Die Kommunikation mit dem Publikum war erste Sahne und die Setlist ließ kaum Wünsche offen! Bei Songs wie ´Cry Of The Black Birds´, ´Death In Fire´, ´Twilight Of The Thunder God´ oder aber ´Ride For Vengeance´ bleibt keine Stimme ruhig und kein Nacken ungemosht!
Schade nur, dass AMON AMARTH insgesamt nur 75 Minuten (inkl. Intro und Pause) gespielt haben. Für den Preis erwartet man schon ein paar Songs mehr!!
Insgesamt aber war dieser Abend wieder einmal ein sehr, sehr gelungener Metal-abend! Eine sehr gute Auswahl an Bands und drei sehr gute und ein noch ganz guter Gig für das hannoveraner Publikum. Ich denke, dass ich nicht alleine stehe, wenn ich sage: mehr solcher Touren nach Hannover!!! Aber bitte mit akkurateren Ticket-Preisen!
Ansonsten vielen Dank an Hannover Concerts, Arthur und Wiebke für die tollen Fotos!!
geschrieben am 29.03.2009 von Toby
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musikalischer Background des Verfassers Death Metal (vor allem Brutal), Black Metal, (Gore)Grind(core), Crust
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