Die "Massacre Re-Animated from the dead - Tour 2007 war am 01.11.2007 in der Live Factory in Adelsheim zu Gast und wer noch einmal die Chance nutzen wollte, die Death-Walze aus Florida zu sehen, sollte sich nicht lange bitten lassen.
Pünktlich zum Einlass war ich vor Ort, um dann festzustellen, dass sich das ganze um eine Stunde verzögert, da es Probleme bei der Anreise der Bands gab. Tja, wer früher dran ist, muss länger warten. JUNGLE ROT waren gar nicht erst mit von der Partie, somit waren eben nur vier Bands am Start. In Anbetracht des darauf folgenden Arbeitstages soll mir dass dann auch recht sein.
Mit gut anderthalbstündiger Verspätung, so kurz nach 20:00h eröffneten ASHURA aus Frankreich, vor dem doch spärlich gesätem Publikum, den fröhlichen Death-Reigen. Nicht das ihr Material schlecht wäre, es war tonnenweise gespickt mit geilen Solis, Grind-Attacken und melodösen Gefrickel-Parts. Druckvoll wurden die Songs ca. 45 Minuten rausgeballert und ASHURA waren somit eine echt positive Erscheinung, die man live wirklich mal anchecken sollte.
Nach kurzer Umbaupause und kurzem Plausch mit den "Kollegen" folgte die erste kleine Überraschung des Abends, denn bereits jetzt traten Kam Lee und seine Kumpanen mit ihrem neuen Projekt DENIAL FIEND in Aktion. Kam kam als Skelett mit schwarzer Maske verkleidet auf die Bühne, im besten Horror - Metal Stil, was mir aber in Kollaboration mit der musikalischen Kulisse etwas befremdlich vorkam. Terry Buttler am Bass, Sam Williams an der Klampfe und Curt Beeson mit Cowboy - Hut an den Kesseln machten einen großartigen Job. Dem Publikum wurden die Songs vom Debüt "The Rise" ins Hirn geprügelt. Zum Abschluss gabs dann noch "Legion Of Doom" vom Demo Anfang der 80er "Death By Metal", damals noch unter dem Namen "Mantas", das von Chuck Schuldiner aufgenommen wurde.
Jetzt wirds Zeit für das belgische Deathmetal Urgestein EXTERMINATOR. Die 4 Jungs aus Peer sind seit guten 15 Jahren im Geschäft und bieten dementsprechend eine toughe und technisch versierte Show. Fette Doublebass-Attacken, groovige Riffs und Melodien, die sich in den Gehörgang fräsen. Natürlich wurde das aktuelle Release "Slay your kind" beackert. Den Jungs merkte man den Spass beim Spielen an doch war auch für sie nach guten 45 Minuten Schicht im Schacht. Die Setlist war wie folgt:
So, das finale Massaker steht nun bevor und die Halle scheint sich jetzt doch zu füllen. Redakteure und Fotografen, stellen sich auf, in ihrer eigen "Wall of Press" um die besten Shots von dem letzten Massacre - Gig zu erhaschen. Nach einer recht kurzen Umbaupause erklingen die ersten Takte des "From Beyond"-Openers "Dawn Of Eternity". Kam Lee fegte nun im Vergleich zum DENIAL - Auftritt nun wie ein Duracell - Häschen auf Ecstasy über die Bühne. Aufmerksamen Lesern wird auffallen, dass wenn man zum DF - Line-Up Gitarrist Steve Swanson (Massacre, Six Feet Under) hinzufügt hat man MASSACRE kompletiert.
"Cryptic Realms", "Biohazard", "Succubus" ein Smasher jagt den nächsten. Hinter mir rotierende Mähnen, eingeschlossen in einer moshenden Meute, die immer dichter zur Bühne drängt. Bei "From Beyond" lässt es sich Kam nicht nehmen, das Mikro in die Masse zu halten und so wird mitgebrüllt bis der Hals anschwillt. Jetzt corpse-grindet Lee mit Fans und Swanson & Buttler moshen gemeinsam um die Wette und nach gut einer Stunde ist der Zauber auch vorbei. Und es folgen Dankesbekundungen und jeder versucht, etwas vom letzten Gig abzugreifen, sei es eine Setlist, ein Plek oder einer von Beesons Drumsticks.
Dann war es das zum Thema MASSACRE? Tot geglaubte leben länger und es würde mich nicht wundern, wenn wir in einigen Jahren eine "Re-Reanimated Tour" sehen würden. Alles in allem ein gelungener Abend.
Grüße an: Warmaster, die Security, Sylvia vom Ausschank ;) und an den TÜV Süddeutschland!
geschrieben am 03.11.2007 von Margesh
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