Pink Cream 69, Freedom Call, Mad Max in Fulda, Kreuzsaal am 08.10.2007
Heute Abend macht mit PINK CREAM 69, FREEDOM CALL und MAD MAX wieder mal ein feines Melodic Metal Package aus deutschen Landen Station in Fulda. Das denken sich auch 200 Fans, die im Kreuzsaal ebenso wie die Bands ordentlich Gas geben. Im Gegensatz zu ihrem letzten Auftritt im Vorprogramm von AXEL RUDI PELL in diesem Januar spielen MAD MAX heute nur eine halbstündige Akustik-Session. Lediglich die beiden Gitarristen Michael Voss und Jürgen Breforth betreten pünktlich um 20.00 Uhr die Bühne. Gelegentlich benötigte Schlagzeug-Rhythmen werden als Samples eingeblendet. Der melodische Hardrock der Münsteraner Szene-Urgesteine klingt auch in diesem Gewand ganz angenehm, obwohl doch einiges an Power verloren geht. Mein Lieblingslied „Night Of Passion“ haben sie leider diesmal nicht gespielt, aber die obligatorische THE SWEET Coverversion „Fox On The Run“ entschädigt dann doch dafür.
Die zweiten im Bunde, FREEDOM CALL, sind mir vom diesjährigen Earthshaker-Festival noch in guter Erinnerung, als sie mit ihrem hymnischen Melodic Metal am frühen Nachmittag die Fans aus der Reserve locken konnten. Das gleiche Bild bietet sich auch heute Abend. Wenn auch die Refrains solcher Songs wie „Mr Evil“ immer wieder mal in Richtung Pop abdriften, macht es doch Spass, hier einfach nur mitzusingen. Zu dem schnelleren „Innocent World“ fliegen in den ersten Reihen die Haare. Das für FREEDOM CALL’sche Verhältnisse düstere „Blackened Sun“ beschliesst nach einer Stunde den regulären Set. Die Nürnberger kommen noch für zwei Zugaben zurück und verabschieden sich danach unter lautem Beifall des Publikums.
Nach den Jungspunden gehört die Bühne nun wieder den alten Hasen. PINK CREAM 69 aus Karlsruhe, seit zwanzig Jahren dabei, promoten derzeit ihr neues Album „In10sity“. Von der Original-Besetzung, die das gleichnamige Debüt bei einem Major Label unterbringen konnten, sind immer noch Alfred Koffler (Gitarre), Dennis Ward (Bass) und Kosta Zafiriou (Drums) an Bord. Folgerichtig wird mit dem Opener des neuen Albums die heutige Show eröffnet. „Children Of The Dawn“ beinhaltet das, was man von PINK CREAM 69 gewohnt ist: schöne Melodien und griffige Refrains. Von „In10sity“ kommen im weiteren Verlauf noch „A New Religion“, „I’m Not Afraid“ und später im Zugabenblock „No Way Out“. Ansonsten dominieren -wie ihr der Setlist entnehmen könnt- Songs aus der Anfangsphase bis in die frühen 90er. Richtig gut abgefeiert werden die Nummern „Welcome The Night“ und „One Step Into Paradise“. Schade, dass sie „Sugar For Love“ nicht auch noch gespielt haben. Plötzlich verlassen alle bis auf David und Uwe Reitenauer die Bühne. Nur begleitet von Uwes Akustikgitarre singt David "Don't Let It Slip Away", eine Nummer von seinem Soloalbum. Bei „Shame“ kann man wieder richtig schön den Refrain mitsingen. Genauso textsicher zeigen sich die ersten Reihen zu „Talk To The Moon“ und „Hell’s Gone Crazy“ vom 91er Album „One Size Fits All“. Nach 75 Minuten verlassen fünf sichtlich erschöpfte Musiker zum ersten Mal die Bühne, um nach lauten, mehrminütigen Zugabe-Rufen wiederzukommen. Neben einem neuen Song gibt es zum Abschluss ein Cover von „So Lonely“ (THE POLICE), dann gehen unwiderruflich die Lichter an.
Setlist:
01. Children Of The Dawn
02. Do You Like It
03. Hell’s Gone Crazy
04. Lost In Illusion
05. I’m Not Afraid
06. Talk To The Moon
07. Carnaby Road
08. Shame
09. A New Religion
10. Welcome The Night
11. One Step Into Paradise
12. Don't Let It Slip Away
13. Livin’ My Life For You
14. Seas Of Madness
15. Keep Your Eye On The Twisted
Zugaben:
16. No Way Out
17. So Lonely
Viele Grüße an:
Nikolas Krofta (Bottom Row Promotion)
geschrieben am 11.10.2007 von Armin
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musikalischer Background des Verfassers Thrash-, Speed-, Death- und Black-Metal, Mittelalter-Mugge
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