An diesem frühlingshaften Sonntagabend haben 150 erwartungsfrohe Zuschauer den Weg in den Kulturkeller gefunden, um sich von zwei der besten deutschen Dark-, bzw. Pagan Folk Bands in die Welt der Mythen und Märchen entführen zu lassen. Auf ELANE bin ich besonders gespannt, da mich das aktuelle Album "Lore Of Nèn" im vergangenen Herbst wirklich beeindruckt hat. Um 20.15 Uhr ist es dann endlich soweit. Zu den dezenten Klängen des sphärischen Intros "Journey" nehmen die Musiker auf der dunkelrot beleuchteten Bühne gemessenen Schrittes ihre Plätze ein. Wie schon auf der CD folgt dem Intro als erster Song "The Night I Left", in dem Sängerin Elane Joran erzählt, daß sie aus beruflichen Gründen die Heimat der Band, das Sauerland, verlassen mußte. In den nächsten 40 Minuten besingen ELANE die Schönheit der von ihnen geschaffenen Sagenwelt Glenvore. Dabei streifen sie alle bisherigen Veröffentlichungen, so daß auch ältere Titel wie "Trace Of The Flames" und "Crystal Clear Water" den Fans präsentiert werden. Bei ELANE herrscht in der Livesituation eine interessante Form der Arbeitsteilung. Während Elane Joran sich ausschließlich auf ihren Gesang konzentriert, macht Keyboarder Nico sämtliche Ansagen oder überbrückt die Zeit mit kleinen Anekdoten, wenn Skaldir einige technische Probleme mit seiner Gitarre zu bewältigen hat. Obwohl die Drums und die vielen orchestralen Arrangements als Samples eingespielt werden, ergänzen sie sich wunderbar mit dem Gesang, der Violine (Simon) und der E-Gitarre und bilden insgesamt einen warmen, aber kompakten Sound. Mir hat der Auftritt von ELANE sehr gut gefallen, den meisten der Zuschauer auch, wie man am langen Applaus nach "Love Can't Wait" ablesen kann. Vielleicht sehen wir die vier sympathischen Musiker ja irgendwann demnächst mal mit ihrem kompletten Programm auf einer zusammenhängenden Tour (Fulda war ein Einzelgig).
Setlist ELANE:
1. Journey
2. The Night I Left
3. Trace Of The Flames
5. My View So Bright / Spell To The Dew
5. On And On
6. Tanz
7. Crystal Clear Water
8. Love Can't Wait
Nach einer knapp halbstündigen Umbaupause betreten FAUN um 21.15 Uhr die Bühne und werden gleich mit viel Beifall begrüßt. Das dürfte zum einen daran liegen, daß die neue CD "Totem" den Nerv der Fans getroffen hat und zum anderen daran, daß Lisa, Fiona, Oliver, Rüdiger und Niel im Herbst 2005 an gleicher Stelle einen begeisternden Gig auf die Bretter gelegt haben. Auf der heutigen Setlist tragen das neue Album (6 Lieder) und der Vorgänger "Renaissance" (7 Titel) den Hauptanteil. Die ersten Töne von "Gaia" wehen sanft durch den Kulturkeller und die musikalische Reise durch unterschiedliche Epochen und Kontinente kann beginnen. Durch die liebevollen Arrangements entfaltet jedes Lied live seine ganz eigene Atmosphäre. Dabei werden viele verschiedene Stimmungen transportiert. Fröhlichen Tänzen wie "Rhiannon" stehen melancholische Titel wie "Tagelied" gegenüber, in dem die Geschichte eines Liebespaares erzählt wird, das sich beim Anbruch des Morgens voneinander trennen muß. Zwischendurch berichtet Oliver immer wieder von den Aufnahmen zur neuen CD. Dabei erfährt man, daß "2 Falken" ursprünglich schon für die "Renaissance"-CD vorgesehen war. Die Band war aber wohl nicht so zufrieden mit dem Ergebnis, daher wurde noch ein weiteres Jahr an diesem Song gearbeitet. Das war sicherlich die richtige Entscheidung, denn in meinen Augen ist "2 Falken" durch die im Kontrast zu den historischen Instrumenten stehenden massiven Dancefloor-Beats wohl der experimentellste Song, den FAUN jemals geschrieben haben und ganz nebenbei mein Lieblingslied auf der "Totem"-CD. Lisa und Fiona, die in lange weiße Kleider gehüllt sind, ziehen die meisten Blicke der Anwesenden auf sich, wenn sie "Satyros" oder völlig ohne instrumentale Begleitung "Der stille Grund" wie zwei Schwestern im Duett singen. Wie schon vor anderthalb Jahren geht auch heute die Zeit wieder einmal viel zu schnell vorbei. Um 22.45 Uhr verklingen die letzten Töne der dritten Zugabe, die Band nimmt die verdienten Ovationen der Fans entgegen und spätestens jetzt hat uns die Realität wieder eingeholt.
Setlist FAUN:
01. Gaia
02. Rad
03. Da Que Deus
04. Tagelied
05. 2 Falken
06. Karuna
07. Cuncti Simus
08. Rosmarin
09. Wind & Geige
10. Satyros
11. Iyansa
12. Tinta
Zugaben:
13. Rhiannon
14. Sirena
15. Der stille Grund
Viele Grüße an:
Ina, Doro, Sebastian (Absolut Promotion)
Philipp (Omniamedia Records)
Elane
Faun
geschrieben am 12.03.2007 von Armin
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musikalischer Background des Verfassers Thrash-, Speed-, Death- und Black-Metal, Mittelalter-Mugge
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5. Witchburner "Blood Of Witches"
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3. Slayer "Hell Awaits"
4. Anthrax "Among The Living"
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