Das Originalreview mit Cover, Bandinfos, Links sowie eine Druck- und Versandversion ist hier nachzulesen:
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Raintime "Flies & Lies"
Reviewtext: Als ich die, über nun rezensierende Scheibe, in die Finger bekam, stand ich gedanklich
schon tief bis über beide Ohren, in einer von Platzregen verursachten Pfütze, die sich zu einem wahren Tiefsee ausbreiten und mich hoffentlich ersaufen lassen würde, handle es sich hier, wie anfangs befürchtet, um eine dieser „hab ich schon tausendmal gehört Bands“ die uns mit ihren Outputs, alles andere als eine Verzückung entlocken und sich mehr schlecht als recht durch die Metal - Landschaft dudeln. Nie hätte ich gedacht, welch Klangerlebnis mich gleich dermaßen in den Bann ziehen würde, welch wunderschönen Melodien ich gleich erlegen würde, welch erfrischende Vielfalt mir um die Lauscher wehen würde und in welch Dynamik und Energie ich mich verfangen würde. „RAINTIME“ aus unserem Nachbarland Italien, erschaffen mit ihrem Zweitlingswerk „Flies & Lies“ ein wahrlich an Originalität strotzendes Monster, das mit einer Verschmelzung unterschiedlicher Stilelemente, Gespür für eingängige Melodien, ein hohes Maß an kompositorischem Talent, einem begnadeten Vocalisten, sowie div. Gastmusikern u.a. Jacob Bredahl (Hatesphere) bestückt ist. Im vergleich zum schon Hochgelobten Debüt „ Tales From Sadness“ konzentriert sich Claudio Coassin ausschließlich auf den Gesang, weswegen Andrea Corona (Seinäszeichens nun neuer Tastenmann), hinter dem Keyboard steht. Gleich der Titel - Track „Flies & Lies“ eröffnet dieses Power/Groove/Progressive/Epic/Melodic-Death Erdbeben, mit einer Wucht, wie die Kraft, eines Vorschlaghammers, bevor „Rotting Chances“ eine 8.0 auf der seismografischen Richterskala erreicht. „Apeiron“ zeichnet sich durch super geilen Refrain aus und „Rainbringer“ macht uns mit seinen tonnenschweren Gitarren einfach nur platt, als wäre man unter die berühmte Dampfwalze gekommen. Wunderschön episch und mit viel Gefühl, geht’s mit „Finally Me“ weiter, hier merkt man deutlich, welche Klasse „RAINTIME“ in allen Belangen (egal ob spielerisch, gesanglich oder kompositorisch) vorweisen können. Auch „Tears Of Sorrow“ haut in dieselbe Kerbe und ist wunderbar atmosphärisch gehalten. Treibende Double Base und fette Hooks, sowie stark an DREAM THEATER erinnernde Keys gibt es in „The Black Well“ zu hören. Mit Titel Nr. 8 nimmt man sich „Michael Jacksons“ – „Beat It“ zur Brust, und das so geil, das Herr Jackson wohl vor Respekt und Erfurcht noch bleicher werden würde (nur noch Killer!!!). Bei „Another Transition“ bekommt der aufmerksame Zuhörer, CHILDREN OF BODOM artige Elemente und BLIND GUARDIAN mäßigen Gesang/Refrain, bevor die Melodic Death – Keule wieder mächtig geschwungen wird. „Burning Doll“ bringt uns dann in Form eines kurzen Instrumentales auf die Zielgerade, abschließend dürfen wir aber noch den letzten Hammer „Matroiska“ genießen.
Fazit:
Ich bin so dermaßen beeindruckt, das mir die Worte fehlen… sagen kann ich daher eigentlich nur, das die Jungs von „RAINTIME mit „Flies & Lies“ ein ganz großes Stück Musikkunst abliefern und ich hoffe, das ihnen die verdiente Aufmerksamkeit für dieses wirklich starke Album zuteil wird, verdient haben sie es sich auf jeden Fall.