Das Originalreview mit Cover, Bandinfos, Links sowie eine Druck- und Versandversion ist hier nachzulesen:
http://www.metalglory.de/reviews.php?nr=18407
Zandelle "Flames Of Rage"
Reviewtext: Die Jungs von Zandelle gehören mittlerweile auch schon zu den etablierten Bands. Und zwar zu denen, der ein größerer Bekanntheitsgrat verwährt geblieben ist. Sicher kennen die meisten Power Metaller diesen Namen, einige haben vielleicht auch die ein oder andere Veröffentlichung im Regal. Die Fan Basis für Zandelle dürfte allerdings vergleichsweise schmal sein, und die Relevanz dieser Band für die Metal Historie ist ebenfalls eher gering einzuschätzen. Dennoch habe ich große Hochachtung vor George Tsalikis und seinen Mannen. Sie starteten ihre erste EP in einer Zeit, wo kaum einer einen Pfennig auf traditionellen Heavy Metal gesetzt hätte. Der Weg aus dem Jahre 1996 bis in die heutige Zeit war sicher lang und steinig. Doch Zandelle sind immer noch dabei. Leider hatte es bis ins Jahr 2007 gedauert, bis die ersten Europa Shows anstanden. Schade, denn unsere Breiten dürften für den Sound der Band ein deutlich besserer Nährboden sein als die eigene Heimaterde.
Zwar spielen Zandelle wie so viele andere auch nur Progressive Melodic Power Speed Metal, schaffen es aber mit viel Drum Kawumms, deutlich härter als ihre zahllosen Kollegen zu klingen. Daher stehen sie in meiner Gunst deutlich höher als das sonstige Gegniedel in dieser Schublade. Bedauerlich, dass sie diesen Kredit auf ihrem neuesten Werk „Flames Of Rage“ ein wenig verspielen. Hier passiert mir einfach viel zu viel. Die Gitarren und der recht gute Gesang gehen im Keyboardgedudel und in der viel zu halligen Produktion unter. Das meines Erachtens viel zu sehr scheppernde Schlagzeug trägt einen dicken Anteil dazu bei. Zum Glück rettet die Double Bass ein wenig von der Power, die man ansonsten von der Band gewohnt ist. Auffällig sind die vielen Priest Zitate, die man auf „Flames Of Rage“ finden kann. Ansonsten holen uns Zandelle dort ab, wo sie uns beim Vorgänger abgesetzt haben. Mein Anspieltipp ist die schnelle und kraftvolle Granate „Broken Trust“, die wie „Thermophylae“ ordentlich Saft hat. Daneben geht es auch mal beschaulicher („Dark Nemesis“) oder neoklassisch (der Titelsong) zu.